2005/11 Archives
November 29, 2005 8:44
Aufzuege
Das Leben ist wie einer dieser kuriosen plattform-artigen Aufzüge, die anscheinend jeder futuristisch angehauchte Shooter, der etwas auf sich hält, haben muß und deshalb von einem seiner berühmteren Vorbilder klont (oder sind dort etwa düstere Mächte am Werk, die uns darauf konditionieren wollen, daß so das Transportmittel der Zukunft aussehen soll?) - Es geht immer nur abwärts, aber immerhin nicht gerade runter, sondern ein Stückchen kommt man doch vorwärts ;)
Nachfolgend ein paar Exemplare aus der jüngeren Vergangenheit:
Half-Life
DeusEx 2
DooM 3
Eigentlich wollte ich auch noch einen Screenshot von dem Modell aus Doom3 machen, ich habe aber anscheinend so viel vom Spiel verdrängt, daß ich mich nicht mehr an die Stelle erinnere, wo er zu finden
ist.. Außerdem gab es auch noch einen in Metal Gear Solid und, soweit ich mich erinnere, auch in einem Resident
Evil-Teil..
Na dann bis demnächst, dan gibts vielleicht auch eine richtige Kritik zu DeusEx 2 und nicht nur so einen Lückenfüller wie heute ;)
Half-Life
DeusEx 2
DooM 3Na dann bis demnächst, dan gibts vielleicht auch eine richtige Kritik zu DeusEx 2 und nicht nur so einen Lückenfüller wie heute ;)
November 22, 2005 9:08
Cold
Tja, nuh! Da haben wir nun den Salat.. Um alle Mißverständnisse sofort aus der Welt zu räumen: Ich habe ja absolut nichts dagegen, daß Angela Merk.. ähh.. die Kanzlerin ein Frau ist.. Den kleinen Scherz wird man mir bitte zugestehen, immerhin ist vieles, was die große Koalition sich in ihrem Vertragswerk vom 11. 11. (hö hö) vorgenommen hat, ein Witz (Es gilt immer noch Vorfahrt für Arbeit vor dem Haushalt, wie die Absicht, doch noch eine Transrapidstrecke zu bauen, zeigt). Was man sich allerdings alles nicht vorgenommen hat, bzw. die Tatsache, daß man sich scheinbar nur darüber einig ist, daß man sich über nichts einig ist, au&dzlig;er, daß man selbst unbedingt bei der Bundesregierung mitspielen muß, halte ich für einen ganz schlechten Scherz.
Obgleich sich acht Minister sozialdemokratisch schimpfen und auch Horst Seehofer mit dabei ist, fröstelt mich ein wenig, wenn ich an die kommenden (vermutlich) vier Jahre denke - und das liegt nicht am kalten Wetter. Welcher Wind den vielen MigrantInnen in unserem Land demnächst entgegen wehen wird mag ich mir lieber auch nicht ausmalen. Sowohl in der Rhetorik SPD als auch bei der CDU liegen die Worte Migranten und Extremismus auff&suml;llig nah bei einander. Aber womöglich muß man sich demnächst wieder nach Big Brother Award-Gewinner Otto "Rasterfahndung" Schily zurück sehnen, der neue kommt nämlich aus der CDU und heißt Wolfgang Schäuble. Meine Erinnerungen an einen der letzten CDU-Innenminister, Manfred Kanther, sind zwar schon recht verblaßt, wenn ich an solche und ähnliche Personen denke, läuft mir immer ein ganz eiskalter Schauer über den Rücken.
Obgleich sich acht Minister sozialdemokratisch schimpfen und auch Horst Seehofer mit dabei ist, fröstelt mich ein wenig, wenn ich an die kommenden (vermutlich) vier Jahre denke - und das liegt nicht am kalten Wetter. Welcher Wind den vielen MigrantInnen in unserem Land demnächst entgegen wehen wird mag ich mir lieber auch nicht ausmalen. Sowohl in der Rhetorik SPD als auch bei der CDU liegen die Worte Migranten und Extremismus auff&suml;llig nah bei einander. Aber womöglich muß man sich demnächst wieder nach Big Brother Award-Gewinner Otto "Rasterfahndung" Schily zurück sehnen, der neue kommt nämlich aus der CDU und heißt Wolfgang Schäuble. Meine Erinnerungen an einen der letzten CDU-Innenminister, Manfred Kanther, sind zwar schon recht verblaßt, wenn ich an solche und ähnliche Personen denke, läuft mir immer ein ganz eiskalter Schauer über den Rücken.
November 18, 2005 8:56
Play Fair
Als ordentlicher Computerfreak (naja, das ist vielleicht nicht ganz richtig, aber immerhin lege ich beim Thema Videospiele ein gewisses Nerdtum an den Tag und damit es auch für meine Omi verständlich ist) meide ich natürlich so weit wie möglich jeden realen Kontakt mit Menschen, UV-Strahlung und frischer Luft. Wäre es praktikabel, würde ich wahrscheinlich auch meinen Kaffee online bestellen, anstatt selbst in die Küche zu laufen und selbst einen aufzusetzen, weil es ja so schön einfach ist im WWW.
Ich habe einen iPod, benutze iTunes, was liegt da näher, als auch im iTunes Music Store einzukaufen?! Damit verhalte ich mich natürlich exakt so, wie die Marketing-Leute bei Apple es sich ausgedacht haben, aber ich bin schließlich nicht allein und die Handhabung ist ähnlich einfach wie es Apples Ruf und Werbung suggerieren, jedenfalls einfacher als bei glühender Hitze oder Eiseskälte ins Geschäft zu gehen oder auf den Briefträger mit der CD zu warten, die CD, die man danach nie wieder hervor holt, zu rippen und zu encoden..
Anfangs wollte ich den iTMS einfach nur aus reiner Neugier einmal ausprobieren, aber inzwischen ist es für mich zur Gewohnheit geworden, dort "mal eben ein Album zu kaufen". Mittlerweile reift bei mir allerdings auch die Erkenntnis, durch mein Verhalten auf mehr als nur die CD als Datenträger zu verzichten: Ich kann die Musik nur auf fünf (oder so) authorisierten Windows-PCs oder Macs und dem iPod abspielen - was ich tun werde, wenn einmal ein anderer Player oder ein anderes Format als aac für mich attraktiver wird, weiß ich nicht, außerdem habe ich bis jetzt immer gern Linux und MPlayer benutzt. Ich muß mich nun selbst darum kümmern, ein Backup der Files anzufertigen (der nächste Headcrash kommt bestimmt), von Apples Servern kann man die Dateien nur ein Mal downloaden, CDs kann ich rippen, so oft ich möchte. Ich kann mir auch schwer vorstellen, daß Apple in 50 Jahren, wenn ich gestorben bin, meinen Kindern oder Enkeln so einfach mein .mac-Passwort rausrücken werden, damit sie das gleiche mit den Songs machen könnten, was sie auch mit einer CD täten (vorrausgesetzt, es gäbe in 50 Jahren noch CD-Roms - aber was würde wohl mehr Schwierigkeiten bereiten? ;).
So fair wie der Name suggeriert, ist Apples DRM-System FairPlay in meinen Augen nicht. Ich verstehe ja, daß dieMusik-Verwertungs-Industrie nicht bereitwillig digitalisierte Musik "ungeschützt" weg gibt, sodaß sie ohne den geringsten Widerstand den Weg in die P2P-Netze dieser Welt findet. Ich denke aber, daß mir durch keines der bestehenden proprietären DRM-Systeme die Nutzungsrechte eingeräumt werden, die ich hätte, wenn ich mir im Laden eine CD kaufen würde (Un-CDs ausgeschlossen) - Die zynisch ironische Übersetzung Digital Restriction Management scheint also nicht gerade weit hergeholt zu sein! Eigentlich schade, daß niemand aus der Open-Source-Gemeinde frühzeitig auf diese absehbare Entwicklung reagiert hat und sich für ein quelloffenes und wirklich faires DRM eingesetzt hat. Als sich noch vor ein, zwei Jahren Linus Torvalds positiv zu solchen Vorschlägen äußerte, war das Geschreie groß.. Wenn irgendwann in der Zukunft aber gar keine CDs o. ä. mehr verkauft werden, wird aber auch das größte Geschrei nichts mehr nützen, weil sich unfaires DRM dann flächendeckend durchgesetzt haben wird. Leider ist das Thema auch jetzt aktueller denn je, Stichwort Broadcast Flag..
Um mir nicht den Vorwurf der Unfairness einzuhaldeln, weil jemand auf die Idee kommen könnte ich machte die falschen Leute für da Dilemma verantwortlich, hier noch eine Ansage in Richtung der Schreihälse, die meinen, daß der ganze Unsinn nötig sei, weil Menschen wie ich CDs nicht mehr im Einzelhandel kaufen oder eben garnicht mehr kaufen, sondernprivat-raubkopieren: Das Problem ist, daß es leider keinen "Einzelhandel" mehr gibt und ich mich genötigt sehe, Musik da zu kaufen wo Geiz als geil und Service als überholt angesehen wird. In solchen Etablissements geht man davon aus, daß die Kunden sich das Produkt, das sie zu kaufen beabsichtigen, nicht mehr vorher anhören wollen, weil sie es ja sowieso schon oft genug in der Werbung, auf ihrem Handy als Klingelton oder in Heavy-Rotation auf MTViva dudeln gehört haben. Dort sind Beratung und Service so mies, daß ich lieber online kaufe und mich mit Warteschleifen in 0900er-Hotlines und Nutzungsbeschränkungen, die mir auferlegt werden, abfinde. So läuft es leider in allen Bereichen: Wenn ich nur könnte, würde ich liebend gern zum Eisenwarenladen um die Ecke (ja, so etwas hat es mal gegeben) gehen, wo ich auch Torx-Titan-Schrauben in allen Formen und Farben bekomme und der Staub genau so hoch wie hinter meinem Schreibtisch liegt, und um jeden Baumarkt, in dem ausschließlich Elektroschrott aus Asien verramscht wird, einen Bogen machen.
Wer nach diesem Entry oder der letzten Odysse zu Saturn, Venus oder Mars immer noch nicht genug von käuflicher Musik hat, besitzt, wie ich, eindeutig eine masochistische Ader, sollte sich aber unbedingt auf dem einen oder anderen Wege Radical Connector von Mouse on Mars beschaffen.. Darauf gibt es, wie es sich gehört, etwas Pling, Plong, etwas Noisiges, ein paar schöne Stimmen, die ein wenig am jeweiligen Be-/Empfinden kratzen, immer noch viel Elektro-Popper-Poser-Tum, sodaß man das Ganze ganz zu Recht als IDM betiteln darf..
Meine 99 Cent zu diesem Thema habe ich natürlich nicht einfach so zum Besten gegeben, das Wired Cult-of-Mac-Blog hat hier zuvor ein paar prominente Meinungen dazu gesammelt.
Ich habe einen iPod, benutze iTunes, was liegt da näher, als auch im iTunes Music Store einzukaufen?! Damit verhalte ich mich natürlich exakt so, wie die Marketing-Leute bei Apple es sich ausgedacht haben, aber ich bin schließlich nicht allein und die Handhabung ist ähnlich einfach wie es Apples Ruf und Werbung suggerieren, jedenfalls einfacher als bei glühender Hitze oder Eiseskälte ins Geschäft zu gehen oder auf den Briefträger mit der CD zu warten, die CD, die man danach nie wieder hervor holt, zu rippen und zu encoden..
Anfangs wollte ich den iTMS einfach nur aus reiner Neugier einmal ausprobieren, aber inzwischen ist es für mich zur Gewohnheit geworden, dort "mal eben ein Album zu kaufen". Mittlerweile reift bei mir allerdings auch die Erkenntnis, durch mein Verhalten auf mehr als nur die CD als Datenträger zu verzichten: Ich kann die Musik nur auf fünf (oder so) authorisierten Windows-PCs oder Macs und dem iPod abspielen - was ich tun werde, wenn einmal ein anderer Player oder ein anderes Format als aac für mich attraktiver wird, weiß ich nicht, außerdem habe ich bis jetzt immer gern Linux und MPlayer benutzt. Ich muß mich nun selbst darum kümmern, ein Backup der Files anzufertigen (der nächste Headcrash kommt bestimmt), von Apples Servern kann man die Dateien nur ein Mal downloaden, CDs kann ich rippen, so oft ich möchte. Ich kann mir auch schwer vorstellen, daß Apple in 50 Jahren, wenn ich gestorben bin, meinen Kindern oder Enkeln so einfach mein .mac-Passwort rausrücken werden, damit sie das gleiche mit den Songs machen könnten, was sie auch mit einer CD täten (vorrausgesetzt, es gäbe in 50 Jahren noch CD-Roms - aber was würde wohl mehr Schwierigkeiten bereiten? ;).
So fair wie der Name suggeriert, ist Apples DRM-System FairPlay in meinen Augen nicht. Ich verstehe ja, daß die
Um mir nicht den Vorwurf der Unfairness einzuhaldeln, weil jemand auf die Idee kommen könnte ich machte die falschen Leute für da Dilemma verantwortlich, hier noch eine Ansage in Richtung der Schreihälse, die meinen, daß der ganze Unsinn nötig sei, weil Menschen wie ich CDs nicht mehr im Einzelhandel kaufen oder eben garnicht mehr kaufen, sondern
November 15, 2005 8:54
GTA:MI
Da mein Leben im Moment leider genau so inhaltslos wie dieses Blog oder die Story von GTA:San Andreas ist, beschäftige ich mich gerade damit, eben dieses Spiel zu spielen. Versteht mich nicht falsch, ich hege keinen Groll gegen GTA. Immerhin bleiben in Punkto Freizeitgestaltung in GTA:SA kaum Wünsche offen: Man kann wie eh und je mit allerlei Autos, Motorrädern, Quads und ähnlichen Vehikeln durch ein schier unendliches Gebiet cruisen oder rasen, man kann Schwimmen gehen, biken, rennen, Fallschirmspringen, Modell- und richtig ausgewachsene Flugzeuge fliegen, Bootfahren, sich tätowieren lassen, Klamotten kaufen, jede Art von Fastfood essen, Immobilien kaufen und natürlich durch allerlei kriminelle Aktivitäten Polizei-Fahndungs-Sterne erwerben und versuchen, diese wieder los zu werden.
Um in den vollen Genuß all dieser Möglichkeiten zu kommen, kommt man leider nicht drum herum, die meisten der regulären Quests, die einem vorgesetzt werden, zu erledigen. Die sind zwar einigermaßen abwechslungsreich, aber einen Haken gibt es trotzdem: Man kommt unweigerlich mit den restlichen Protagonisten des Spiels in Kontakt. Die sehen nicht nur wie eine mißlungene Kreuzung zwischen diversen HipHop-Rentnern (Eazy-E, Dr. Dre, ..) und dem Glöckner von Notredamme aus, man muß sie leider auch ständig reden hören, wenn man sie durch die Stadt kutschieren muß, um irgendwo zusammen mit ihnen jemanden umzubringen, zu berauben oder etwas in die Luft zu jagen. Und sie (mein digitales Alter Ego eingeschlossen) führen so schwachsinnige Dialoge, daß sich selbst all die Super-Proleten, die nie eine Schule von innen gesehen haben und nun täglich bei MTV ihr schwachsinniges Gedankengut zum Besten geben und sich für Super-Rap-Stars halten, noch eine Scheibe abschneiden. Der breite, matschige Ghetto-Slang den man sich hier anhören muß könnte für mich nicht schlimmer klingen, als würde ich ein GTA:Läibzsch (Leipzig) spielen - Eine Beleidigung der englischen Sprache.
Es geht mir doch ein wenig gegen den Strich, so einen Super-Assi spielen zu müssen, dem man im wirklichen Leben nie und nimmer begegnen wollen würde. Auch die Umwelt, in der man sich im Spiel aufhält, begeistert mich wenig: Entweder befindet man sich gerade im schlimmsten Ghetto oder, wenn man raus aufs Land fährt, in einem verwanzten Trailer-Park. Das ist zwar irgendwie ehrlicher und näher an der Realität als der glamourösere Spiel gewordene Film Scarface in Vice City, aber auch ziemlich bedrückend. Um so etwas zu sehen, muß man nur in die Vorstädte der nächstgelegenen Großstadt fahren oder den Fernseher einschalten, um zu sehen, was derzeit in Paris geschieht - Es war eigentlich nicht meine Absicht, so etwas nachzuspielen. Rockstar Games hat mit GTA III, Vice City und San Andreas das Amerika der Jahrtausendwende, der 80er und 90er Jahre als Setting eingesetzt, ihr nächster Titel, The Warriors, wird im New York der 70er spielen und ich finde, langsam wird es langweilig! Ich verstehe nicht, warum dort niemand auf die Idee kommt, mal etwas phantasievolleres zu machen. Schon durch das große Interesse der GTA III-Spieler für die Mafia-Mod hätte Rockstar zeigen sollen, wohin es mit dem GTA-Universum gehen könnte, vom simplen Autoklau in 2D zu einem richtigen Abenteuer. Wenn schon Gangster, dann mit Stil, es von den Reichen nehmen und selbst behalten.. Ich will kein Abbild der trostlosen Realität, ich will beim Spielen auf Entdeckungsreise durch unbekannte Welten gehen. Ich will über die Weltmeere segeln, auf einsamen Inseln nach Trinkwasser und wildenTieren Früchten (ich bin schließlich Vegetarier) jagen, versunkene Schätze bergen, mich auf die Suche nach El Dorado begeben, Schiffe karpern, die spanische Krone aus ihren Festungen vertreiben, Wein und Grog trinken, eine Crew anheuern und eine eigene Flotte aufbauen, Duelle ausfechten und die Gouverneurin ehelichen -kurz- Ich will GTA:Monkey Island!!!
Um in den vollen Genuß all dieser Möglichkeiten zu kommen, kommt man leider nicht drum herum, die meisten der regulären Quests, die einem vorgesetzt werden, zu erledigen. Die sind zwar einigermaßen abwechslungsreich, aber einen Haken gibt es trotzdem: Man kommt unweigerlich mit den restlichen Protagonisten des Spiels in Kontakt. Die sehen nicht nur wie eine mißlungene Kreuzung zwischen diversen HipHop-Rentnern (Eazy-E, Dr. Dre, ..) und dem Glöckner von Notredamme aus, man muß sie leider auch ständig reden hören, wenn man sie durch die Stadt kutschieren muß, um irgendwo zusammen mit ihnen jemanden umzubringen, zu berauben oder etwas in die Luft zu jagen. Und sie (mein digitales Alter Ego eingeschlossen) führen so schwachsinnige Dialoge, daß sich selbst all die Super-Proleten, die nie eine Schule von innen gesehen haben und nun täglich bei MTV ihr schwachsinniges Gedankengut zum Besten geben und sich für Super-Rap-Stars halten, noch eine Scheibe abschneiden. Der breite, matschige Ghetto-Slang den man sich hier anhören muß könnte für mich nicht schlimmer klingen, als würde ich ein GTA:Läibzsch (Leipzig) spielen - Eine Beleidigung der englischen Sprache.
Es geht mir doch ein wenig gegen den Strich, so einen Super-Assi spielen zu müssen, dem man im wirklichen Leben nie und nimmer begegnen wollen würde. Auch die Umwelt, in der man sich im Spiel aufhält, begeistert mich wenig: Entweder befindet man sich gerade im schlimmsten Ghetto oder, wenn man raus aufs Land fährt, in einem verwanzten Trailer-Park. Das ist zwar irgendwie ehrlicher und näher an der Realität als der glamourösere Spiel gewordene Film Scarface in Vice City, aber auch ziemlich bedrückend. Um so etwas zu sehen, muß man nur in die Vorstädte der nächstgelegenen Großstadt fahren oder den Fernseher einschalten, um zu sehen, was derzeit in Paris geschieht - Es war eigentlich nicht meine Absicht, so etwas nachzuspielen. Rockstar Games hat mit GTA III, Vice City und San Andreas das Amerika der Jahrtausendwende, der 80er und 90er Jahre als Setting eingesetzt, ihr nächster Titel, The Warriors, wird im New York der 70er spielen und ich finde, langsam wird es langweilig! Ich verstehe nicht, warum dort niemand auf die Idee kommt, mal etwas phantasievolleres zu machen. Schon durch das große Interesse der GTA III-Spieler für die Mafia-Mod hätte Rockstar zeigen sollen, wohin es mit dem GTA-Universum gehen könnte, vom simplen Autoklau in 2D zu einem richtigen Abenteuer. Wenn schon Gangster, dann mit Stil, es von den Reichen nehmen und selbst behalten.. Ich will kein Abbild der trostlosen Realität, ich will beim Spielen auf Entdeckungsreise durch unbekannte Welten gehen. Ich will über die Weltmeere segeln, auf einsamen Inseln nach Trinkwasser und wilden
November 01, 2005 8:55
Die Schwierigkeit mit der Schwierigkeit
Die Geschichte der Videospiele ist eine Geschichte voller
Mißverständnisse.. Es gibt da diese unendlichen Diskussionen, die wohl nie ein Ende finden werden: Realismus vs. Style, Arcade vs. Simulation, Fisher vs. Snake und, in meinen Augen die unsäglichste, Picnic vs. Nightmare; also der Streit über den Schwierigkeitsgrad.
Ich spiele im Augenblick Bahamut Lagoon, ein RPG von Squaresoft, die auch Final Fantasy gemacht haben, fürs SNES - und zwar as dem Jahr 1992. Final Fantasy 7 auf der PSOne war auch ungefähr das letzte RPG, das ich gespielt habe, ich bin also ziemlich außer Übung, was den Gebrauch von Federn, Tränken, Zaubersprüchen und so fort angeht. Um so mehr hat es mich auch gewundert, daß ich bis zum letzten Gefecht ohne viele Wiederholungen oder strategische Planungsorgien durchgekommen bin - bis zum letzten Gefecht, wie gesagt..
"Hinter euch!! Ein dreiköpfiger Affe!"
Die Gegner, die mich dort erwarteten, zerlegten meine Party, mit der ich den Rest des Abenteuers bis dahin einigermaßern reibungslos durchlebt hatte, innerhalb weniger Runden, so bald ich in ihre Reichweite (die fast das halbe Level umfaßt) kam. Ich habe darauf hin die Formation verändert, Items umverteilt, eine neue Strategie ausprobiert - ein Mal, zwei Mal, fünf Mal, und mich dann vor Frustration unsanft des Pads entledigt und das Spiel beendet. Wer sich so etwas über einen längeren Zeitraum freiwillig antut, der darf sich in meinen Augen wirklich "hard-boiled" nennen, muß aber wirklich ganz schön abgestumpft sein. Ich kann mir jedenfalls kaum etwas frustrierendes vorstellen als ein Spiel aufgrund eines übertriebenen Schwierigkeitsgrades vorzeitig beenden zu müssen.
1992 mag das ja noch alles klar gegangen sein, als noch nicht so schnell so viele Games erschienen und man sich vielleicht noch mehr an Arcade-Automaten orientierte. Jetzt allerdings fühlte ich mich aber schmerzhaft an DOOM3 erinnert, an dessen Bossgegner ich genau so gescheitert bin, ebenso FarCry, wo sich der adaptive Schwierigkeitsgrad nach einem Drittel von super easy auf impossible umschwang und ich noch einmal von vorn beginnen mußte, auf klassisch normal.
In jüngster Zeit machte auch wieder ein Spiel von sich reden, das viele Spieler als zu schwer empfanden: Fahrenheit, eines der Spiele, die für sich reklamieren, sie ähnelten einem Film, hielt die Leute eher mit anscheinend absurd schwierigen Quicktime-Events bei der Stange als mit Inhalten. Zu recht wurde darüber viel diskutiert. 30 Jahre nach Pong und Pacman sollten die Spieler eigentlich nicht mehr dadurch bei Laune gehalten werden, daß sie andauerend neu laden müssen (schließlich werden die Ladezeiten ja auch nicht gerade kürzer ;), ich habe auch lange keinen PC oder XBox mehr gesehen, bei denen man Münzen einwerfen mußte, um zu spielen (Games sind ja auch teuer genug). Bei Büchern oder Musik macht das ja auch niemand, gut, beim Kino gibt es David Lynch ;).
Es wäre wünschenswert, daß endlich alle Spiele, die erscheinen, auch ordentlich getestet und ausbalanciert wären. So könnte man auch all die teuer produzierten Videosequenzen ansehen und das erreichen, was sich die Publisher so groß auf die Fahnen geschrieben haben, nämlich die vielen Casual- und Nicht-Spieler anziehen und eben ein leidiges Diskussionsthema loswerden. Die schönste Utopie ginge allerdings erst in Erfüllung, wenn jemand sich ein Spiel ausdenken würde, in dem die Schwierigkeit über ein simples "mit dem Gegner fertig werden" hinaus ginge.
Ich spiele im Augenblick Bahamut Lagoon, ein RPG von Squaresoft, die auch Final Fantasy gemacht haben, fürs SNES - und zwar as dem Jahr 1992. Final Fantasy 7 auf der PSOne war auch ungefähr das letzte RPG, das ich gespielt habe, ich bin also ziemlich außer Übung, was den Gebrauch von Federn, Tränken, Zaubersprüchen und so fort angeht. Um so mehr hat es mich auch gewundert, daß ich bis zum letzten Gefecht ohne viele Wiederholungen oder strategische Planungsorgien durchgekommen bin - bis zum letzten Gefecht, wie gesagt..
1992 mag das ja noch alles klar gegangen sein, als noch nicht so schnell so viele Games erschienen und man sich vielleicht noch mehr an Arcade-Automaten orientierte. Jetzt allerdings fühlte ich mich aber schmerzhaft an DOOM3 erinnert, an dessen Bossgegner ich genau so gescheitert bin, ebenso FarCry, wo sich der adaptive Schwierigkeitsgrad nach einem Drittel von super easy auf impossible umschwang und ich noch einmal von vorn beginnen mußte, auf klassisch normal.
In jüngster Zeit machte auch wieder ein Spiel von sich reden, das viele Spieler als zu schwer empfanden: Fahrenheit, eines der Spiele, die für sich reklamieren, sie ähnelten einem Film, hielt die Leute eher mit anscheinend absurd schwierigen Quicktime-Events bei der Stange als mit Inhalten. Zu recht wurde darüber viel diskutiert. 30 Jahre nach Pong und Pacman sollten die Spieler eigentlich nicht mehr dadurch bei Laune gehalten werden, daß sie andauerend neu laden müssen (schließlich werden die Ladezeiten ja auch nicht gerade kürzer ;), ich habe auch lange keinen PC oder XBox mehr gesehen, bei denen man Münzen einwerfen mußte, um zu spielen (Games sind ja auch teuer genug). Bei Büchern oder Musik macht das ja auch niemand, gut, beim Kino gibt es David Lynch ;).
Es wäre wünschenswert, daß endlich alle Spiele, die erscheinen, auch ordentlich getestet und ausbalanciert wären. So könnte man auch all die teuer produzierten Videosequenzen ansehen und das erreichen, was sich die Publisher so groß auf die Fahnen geschrieben haben, nämlich die vielen Casual- und Nicht-Spieler anziehen und eben ein leidiges Diskussionsthema loswerden. Die schönste Utopie ginge allerdings erst in Erfüllung, wenn jemand sich ein Spiel ausdenken würde, in dem die Schwierigkeit über ein simples "mit dem Gegner fertig werden" hinaus ginge.