2006/02 Archives

Februar 23, 2006 9:29

dm

25 Jahre Depeche Mode - Wenn das kein Grund ist, wieder einmal den oft zu unrecht verschmähten Depeche-Mode-GameBoy-Megamix von Nullsleep (Nomen est omen) anzuhören ;)

Author: nille | Permalink | Categories: mucke

Februar 23, 2006 9:16

Deer Hunter

Deer Hunter -Cheney Edition-
Eigentlich mache ich mich nicht darüber lustig, wenn ein Mensch durch eine Schußwaffe verletzt wird. Aber da es sich bei dem Schützen in diesem um den US-Vize-DiktatorPräsidenten handelte und der Unfall auch noch bei einer so verwerflichen Freizeit-Aktivität wie der Jagd ereignete, entbehrt der Vorfall in meinen Augen nicht einer gewissen Ironie.. Eine kurze Anmerkung will ich auch noch zu dem Spiel machen, aus dem der Screenshot stammt: Von Deer Hunter können sich die meisten so genannten Stealth-Action-Spiele wie beispielsweise Splinter Cell noch eine Scheibe abschneiden! Bevor man dort nämlich sein unschuldiges Opfer in Form eines oder Hirsch zwischen Kimme und Korn nehmen darf, gilt es, eine Menge Bemühungen anzustellen.
Man muß stets ein Auge auf dem Windrichtungsanzeiger haben, um sicherzustellen, daß weder sein eigener Körpergeruch, noch die Geräusche, die man beim anschleichen verursacht, in Richtung des Tieres dringen. Ruckartige Bewegungen sind natürlich tunlichst zu vermeiden, selbst wenn man hinter einem Sichtschutz agiert. Die eigentliche Schwierigkeit im Spiel besteht allerdings in der Regel darin, überhaupt in die Nähe der Tiere zu gelangen: Um die Tiere aufzuspüren, muß man sich an der Topographie, dem Pflanzenbewuchs und potentiellen Futterstellen orientieren und Fraß-, Fuß- und Kotspuren folgen. Hat man eine Stelle gefunden, der einem Tier gefallen könnte, kann man auch auf diverse interessante Hilfsmittel zurückgreifen, um einen Bock anzulocken. Es gibt Futter-Köder, Duft-Sprays und die obligatorische Hirsch-Imitations-Tröte.
Wer sich nun auf die Lauer legt und genug Geduld aufbringt, kann schließlich zum Schuß kommen, aber Achtung, genaues Zielen ist unerläßlich, denn verfehlt ein Schuß sein Ziel, nehmen die Tiere reißaus und sind ganz schnell über alle Berge. Gäbe es anstatt einem Arsenal Schußwaffen und Jagdbögen auch eine Spiegelreflex, bei der man auf dem Aulöser drücken könnte, wäre Deer Hunter wirklich das perfekter Stealth-Game und sofort gekauft..

Author: nille | Permalink | Categories: games

Februar 20, 2006 9:05

Rebell ohne Puls

Verehrte Dame, werter Herr, es erfreut mich außerordentlich, daß Sie sich heute hier eingefunden haben, um meine Bekanntschaft zu machen. Fairer Weise teile ich Ihnen sogleich mit, daß die Freude ausschließlich auf meiner Seite sein wird, denn dies ist unter Garantie die letzte Bekanntschaft, die Sie in diesem Leben noch machen werden.
Sollten Sie also an irgend eine höhere Macht (außer mir natürlich) glauben, so sollten Sie jetzt die Gelegenheit nutzen, mit ihrem Gewissen ins Reine zu kommen und ihre letzte Beichte ablegen, oder was immer Sie auch zu tun gedenken, bevor ihr Körper sich gleich für immer von ihrer unsterblichen Seele verabschieden wird. Screenshot
- Stubbs the Zombie Denn ich bin Stubbs, der Zombie, ein Untoter, Unsterblicher, ein Monster, ihr schrecklichster Albtraum, mit einem unstillbaren Hunger auf saftige menschliche Gehirne, wie Sie die längste Zeit ihres Lebens im Kopf getragen haben werden, wenn ich meinen Monolog beendet habe. Sie dürfen jetzt gern in Panik geraten und sich die Kehle wund schreien oder sich mir mutig entgegenstellen und versuchen, sich mit einem beliebigen Haushaltsgegenstand gegen mich verteidigen - Aber das wird ihnen alles nichts nützen, denn ich bin nicht von dieser Welt, ich kenne weden Tod noch Leben, ich bin der große Gleichmacher, ich bin eine einzige Plage!
Kommen Sie! Reißen Sie mir alle meine Eingeweide heraus und machen daraus eine dekorative Girlande, ich kann drauf verzichten, mein verwesendes Fleisch wird sowieso nur noch von eitrigem Schleim zusammen gehalten, der jede Wunde, die sie in meinen Körper schlagen auf der Stelle wieder verkleben würde. Screenshot
- Stubbs the Zombie OK, lassen Sie es uns jetzt und hier beenden, ich werde Sie jetzt auf eine aufregende Reise mitnehmen! Hier, nehmen Sie meine Hand, ich werde mir schon eine neue besorgen.. Sie werden sie gut gebrauchen können, als Untoter können Sie sie an der Decke und durch enge Luftschächte kriechen lassen, um damit von ihren eigenen Opfern Besitz zu ergreifen. Zeigen Sie dabei nur keine falsche Bescheidenheit, als Zombie sind Sie frei von jeglichem Bewußtsein für Recht und Moral. Sie werden einfach ihren Instinkten folgen, die Sie zuverlässig zu frischen Körpern führen werden. Screenshot
- Stubbs the Zombie Bedenken Sie, Sie sind jetzt frei, Sie sind ein Rebell ohne Puls und dies ist schließlich nicht irgendein Videospiel - Hier sind wir die Guten, es gilt hier nicht, eine Prinzessin zu retten oder dergleichen, wir folgen einfach unserer Bestimmung. Hier gibt es keine Helden, niemand wird uns aufhalten, wir sind nämlich ziemlich ansteckend! Zusammen werden wir die Erde in einen riesigen Friedhof verwandeln, deswegen wird uns niemand verurteilen können, weil schlichtweg niemand mehr über uns richten kann. Wir sind alle auf der selben Seite.
Bleiben Sie immer locker! Lassen Sie niemanden sich ihnen in den Weg stellen, falls doch, schubsen Sie ihn einfach weg, bahnen Sie sich ihren Weg mit allen Mitteln. Haben Sie keine Angst, den Kopf zu verlieren. Wenn Sie denken, ihnen platzt der Schädel, dann lassen Sie ihn platzen und wenn sich etwas in ihnen angestaut hat, dann lassen Sie es heraus, auch wenn daraus eine unheilige Flatulenz wird. Screenshot
- Stubbs the Zombie Sie brauchen sich nicht mehr zu verabschieden. Ihre Freunde und Familie warten bereits auf Sie - Dort hinter der Tür können Sie sie schon in freudiger Erwartung auf Sie stöhnen und kratzen hören...

Author: nille | Permalink | Categories: games

Februar 17, 2006 8:43

Trash2.0

Kürzlich wurde ich durch eines der wired-blogs auf die Web2.0-Killer-App aufmerksam. Der wird sich selbst Web2.0-Grantler DonAlphonso nicht mehr entziehen können: Dirt Picture Contest auf den Straßen New Yorks - natürlich verknüpft mit GoogleMaps - unter garbagescout.com. Wenn es auch mit dem StartUp v0.92alpha1 nicht so recht geklappt hat, muß man als NewEconomist jetzt wenigstens nicht mehr seine Träume und Phantasien aufgeben, sondern kann in Würde zum Recycling-Manager2.0 absteigen.. Mir ist schleierhaft, wie die vielen bösen, pessimistischen Blogger sich aus dieser Affäre wieder herausschreiben und den Vorwürfen einiger werbetreibenden Lichtgestalten und Decision-Makers, Blogs seien die "Klowände des Internet", entgegnen wollen. Andererseits darf man jetzt wohl mit Fug und Recht behaupten, der ganze Web2.0-Hype gehöre besser auf einer virtuellen Müllhalde entsorgt, solange es keine Anwendungen gibt, die dieses Label auch verdienen.

Author: nille | Permalink | Categories: kommentar

Februar 14, 2006 9:00

Wanna ride the Tunnel of Love?

Happy
violentine from Sam and Max

Author: nille | Permalink | Categories: games

Februar 04, 2006 5:06

It came from the desert

Screenshot - It came from the desert
Du bist gestrandet in einer kleinen Siedlung mitten im Nichts, in der Wüste - bezeichnenderweise Lizard Breath. Als Geologe hat es dich wegen der Gesteinsschichten, durch die sich die Erz-Mine im Ort frißt, hier her verschlagen. Dein Tagwerk besteht darin, Proben aus den Stollen und der Umgebung der kleinen Hügelkette, die das Dorf umgibt, zu nehmen und im kleinen Universitätslabor zu analysieren, abends spülst du deine staubige, rauhe Kehle im Pub mit Hochprozentigem - Damit ist deine Tätigkeit hier immerhin schon mindestens doppelt so aufregend wie das Leben der Einheimischen. Ein paar Monate gehst du in diesem Kaff schon deiner Arbeit nach, ohne daß auch nur das Geringste passiert wäre. Routinert wie ein Uhrwerk erledigst du täglich, was es zu erledigen gibt, langsam freundest du dich sogar mit dem Gedanken an, lägere Zeit hier zu verbringen, ohne die Hektik der Stadt, den Druck an der Uni. Neben den lokalen Authoritäten wie etwa dem Sheriff und den Leuten, mit denen du zusammenarbeitest, deinen Assistenten und Dr. Wells aus dem Labor hast du immerhin auch schon die Bekanntschaft der schönen Dusty vom Lokalsender KBUG gemacht, mit der du dir sogar mehr vorstellen könntest.. Nach einem weiteren ereignislosen Arbeitstag sitzt du auf der Veranda und genießt die Ruhe und Idylle der freien, unberührten Natur, da schießt plötzlich mit lautem Getöse ein riesiger Feuerball über deinen und die Köpfe aller anderen Einwohner von Lizard Breath hinweg und schlägt donnernd in ein paar Kilometer Entfernung am Fuße eines Hügels ein. Du hast dich noch nicht auf die Aufregung eingestellt, die ein solches Ereignis in einem solchen Kaff nach sich zieht - Lokalreporter, das Labor und die Polizei, die deine fachmännische Meinung hören wollen, der Besuch vom ollen Geez und seinem Esel, die dir ein paar Gesteinsproben von der Absturzstelle bringen, immer noch seltsam warm und aus einem dir vollkommen unbekannten Material - Da überschlagen sich die Ereignisse noch mehr: Sonst vollkommen ruhige Typen legen plötzlich ein derart aggressives verhalten an den Tag, wie du es noch garnicht von ihnen kanntest, die örtliche Wahrsagerin prophezeit die eine düstere Zukunft, eine Leiche taucht auf, ein Mädchen verschwindet spurlos und ihr Vater verhält sich, als sei er nicht er selbst - als sei er nicht von dieser Welt! Du mußt einen klaren Kopf bekommen und beschließt, dir erst einmal selbst ein Bild von den Überresten des Meteors und der Absturzstelle zu machen. Auf dem Weg dort hin, auf einer staubigen Piste in der Wüste, kommen dir ein paar Rocker in ihrem aufgemotzten Lowrider entgegen und rasen ohne das Tempo zu verringern auf dich zu.. Nur mit Mühe rettest du dich in letzter Sekunde in den Straßengraben. Und, nachdem du einige Minuten lang deinen Herzschlag beruhigt hast, fährst du weiter bis an den Rand des Kraters und steigst aus, um die letzten Schritte zu Fuß zu gehen. Nach ein paar Metern fühlst du merkwürdige Vibrationen unter deinen Sohlen, aber bevor du einen Gedanken über deren Ursache fassen kannst, verdunkelt hinter deinem Rücken ein riesiger Schatten die Sonne, instinktiv drehst du dich um und blickst in das groteske Gesicht einer haushohen Ameise, die dich mit ihren facettierten Augen anblickt, dich mit ihren zappelten Fühlern paralysiert, während ihre riesigen Mundwerkzeuge dir immer näher kommen...
Screenshot - It came from the desert Screenshot - It came from the desert Screenshot - It came from the desert Screenshot - It came from the desert Screenshot - It came from the desert
So wie eben beschrieben, könnte auch gut ein 50er-Jahre-B-Horror-Movie beginnen - tatsächlich handelt es sich aber um "It came from the desert", ein Adventure von 1991 (PC-Version). Das Spiel ist kein Grafik-Adventure in klassischer Point&Click-Manier, sondern funktioniert nach einem ziemlich ähnlichen Konzept wie ein Spiel, welches im letzten Jahr erschien, dieses Konzept als neu und revolutionär anpries und auf den Namen "Fahrenheit" hört.. Im Prinzip funktionieren beide Spiele ganz ähnlich: Man reist von Location zu Location und bestimmt den Verlauf des Spiels, indem man während einer Konversation mit den NPCs (meist nach dem Entweder-Oder-Prinzip) durch Auswahl einer Antwort bestimmt. Ab und zu wird der Ausgang eines Events auch durch seine Geschicklichkeit bei einigen Mini-Spielchen bestimmt, beispielsweise wenn man beim "Schißhase" versucht, einem entgegenkommenden Auto ausweichen, eine Messerstecherei überstehen, ähnlich Pac-Man bei der Flucht aus dem Krankenhaus den Weißkitteln ausweichen oder wie in einem Lightgun-Shooter der Riesenameise die Fühler vom Kopf ballern muß.
Einige Unterschiede gibt es da allerdings schon: Natürlich ist ICFTD nicht so supi-dupi-high-poly-3D, dafür sind die Hintergründe ganz ansehnlich gezeichnet (so dies in halber VGA-Auflösung denn möglich ist), der Hauptgrund, warum ich es Fahrenheit auf jeden Fall vorziehen würde, ist aber die unverkrampft humorvolle Story. Eine solche Parodie auf die Horror-Monster-Streifen der 50er, 60er Jahre, in denen die damals verwendete Tricktechnik heute so absolut dilettantisch wirkt, ist mir hundertmal lieber als so eine moderne krampfige Horror-Mystery-Thriller-Story in der komisch murmelnde, kapuzenbewährte Typen einen mittels hypnotisierender Kräfte zu Straftätern umpolen. Der einzige Wermutstropfen ist vielleicht, daß man nicht mit der hübschen Carla (so hieß sie doch?!) rumknutschen kann, jedoch wenn man sich besonders ungeschickt bei ICFTD anstellt, wacht man regelmäßig bei der drallen Schwester im Krankenhaus auf ;) OK, es ist auch schon wieder spät geworden heute, ich komme zum Punkt.. Es hat auch vor 15 Jahren schon Spaß gemacht, die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren und interaktiver ist es seit damals auch nicht geworden, deshalb spart eure Moneten und spielt anstelle von Spielen wie Fahrenheit lieber einmal diesen Abandonware-Titel, zu bekommen, wie immer, bei HOTU. Am besten benutzt ihr zum spielen DOSBox - Emulatoren wie Bochs oder VMware sind natürlich irgendwie "professioneller", aber DOSBox ist für diesen Zweck vollkommen ausreichend und dazu noch so einfach zu bedienen (Wer müht sich heute schon freiwillig dabei ab, unter DOS Mouse-, CD- und Soundtreiber zum laufen zu bringen).
Screenshot - It came from the desert

Author: nille | Permalink | Categories: games