2007/01 Archives

January 23, 2007 11:25 PM

ZEN-Games

Kann man Zen programmieren? Das ist eine schwierige Frage, die sich einige Spiele-Entwickler ebenfalls gestellt haben.

In der Wikipedia heißt es: "Eine Frau fragte: Was ist Zen? Ein alter chinesischer Meister antwortete: Das Herz des Fragenden ist Zen. (Zen-Koan)".

Am besten, man grübelt nicht weiter darüber und fängt sofort mit dem Praktizieren von Zen an. Zum Beispiel mit folgenden meditativen Videogames:

Zen Bondage - Moppi Productions

Zen Bondage von Moppi Productions

flow - Jenova Chen

fl0w von Jenova Chen

BallDroppings

Zen Puzzle Garden, in dem man seinen eigenen Zen-Stein-Garten designen und harken kann.

Nicht zu vergessen robotfindskitten, die wohl älteste Zen-Simulation - erhältlich für so ziemlich jedes Betriebssystem.

Way to go, robot!

Author: nille | Permalink | Categories: games

January 21, 2007 2:37 AM

The Cosmic Computer

Schöne neue Welt - Das Konzept eines Galaktischen Imperiums dürfte dank StarWars nicht nur eingefleischten Science-Fiction-LeserInnen bekannt sein. Die meisten Darstellungen in Film und Roman, StarWars nicht ausgenommen, beziehen sich wahrscheinlich auf Isaac Asimovs Foundation-Serie, dessen erste Bände in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen, jedenfalls kommt mir das so vor.
In vielen dieser Reinkarnationen, die alle eine große Ähnlichkeit mit dem Römischen Imperium aufweisen, droht die vereinigte, meist zentralistisch regierte Galaxie zu zersplittern und ihre technologischen Errungenschaften in Vergessenheit zu geraten.

In der Regel verliert das Bündnis durch seinen monströsen, bürokratischen Regierungs-Apparat (in Form eines ganzen Planeten) die Fähigkeit zur Anpassung auf neuartige Bedrohungen und geht in einem Bürgerkrieg unter.
Auch das Original von Asimov widmet einige Kapitel dem Schicksal randst¨ndiger Planeten, die zu erst das Wissen über Hochtechnologie verlieren, auf die Landwirtschaft als Haupteinnahmequelle zurück fallen und dessen Infrastruktur von lokalen Warlords als Rohstoff, den es zu recyclen gilt, geplündert wird.

Weitaus drastischer als im Original ist die Schilderung dieser Ereignisse jedoch in Harry Harrisons Roman Bill, der galatische Held aus dem Jahre 1965, in dem die Geschichte allerdings satirisch betrachtet wird und auch viele andere Science-Fiction-Klassiker auf die Schippe nimmt, und H. Beam Pipers The Cosmic Computer, 1963, Teil der Terro-Human Future History-Reihe.
Besondere Aufmerksamkeit möchte ich The Cosmic Computer zukommen lassen, da das Copyright dieses Textes nicht erneuert wurde und sich deshalb in die Public Domain übergegangen ist (Dies bezieht sich auf die USA! Es ist zwar unwahrscheinlich, daß sich hierzulande jemand für die Rechte interessiert, aber nicht unmöglich!).

The Cosmic Computer spielt auf Poictesme, dem "Junkyard Planet", dessen Bewohner hauptsächlich Melonen anbauen, die zu Branntwein verarbeitet werden, der zwar anderswo geschätzt, aber mangels eigener Transportmöglichkeit nicht selbst exportiert werden können, sondern von Händlern aus anderen Systemen zu Dumping-Preisen angekauft werden.
Eine andere Einnahmequelle für die wohlgemerkt bessere Gesellschaft der kleinen, kaum vernetzten Städte - der Rest der Bevölkerung besteht entweder aus Hunger Leidenden, die überall hin pilgern, wo es Arbeit oder etwas zu stehlen gibt, oder aus bewaffneten Piraten, gegen die sich die Siedlungen aus eigener Kraft verteidigen müssen - ist die Demontage der über den gesamten Planeten verstreuten, verlassenen militärischen Einrichtungen, die die galaktische Föderation nach Ende des Krieges dem Schicksal überlassen hat.

Die Zivilisation auf Poictesme ist auf dem Rückzug: Das Geld ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist, die Infrastruktur verfällt, Bürgerwehren halten die öffentliche Ordnung aufrecht, die Regierung ist einzig an ihrem eigenen Fortbestand interessiert, es herrscht Endzeitstimmung..
Das Einzige, das der Bevölkerung einen gewissen Rückhalt bietet, ist ihr beinahe religiöse Glaube daran, daß sich irgendwo auf dem Planeten ein Super-Computer befindet, der ihnen wie der Deus ex machina den Weg in eine glorreiche Zunkunft weisen wird, sofern er aufgespürt werden kann. Aus diesem Grund finanziert die Gemeinschaft dem jungen Conn Maxwell das Studium auf dem Planeten Terra.
Als Conn jedoch nach 6 Jahren nach Poictesme zurück kehrt, hat er nicht die allerbesten Nachrichten im Gepäck - Er hat jedoch einen gewissen Plan ausgearbeitet...

Wie der aussieht, können sich die Bürger der Neuen Welt seit kurzem auf dem MP3-Player ihrer Wahl anhören, denn das LibriVox-Projekt hat kürzlich eine ziemlich gute Audio-Aufnahme des Buches veröffentlicht (man sollte sich allerdings nicht vor einem moderaten amerikanischen Akzent scheuen).

LibriVox-Release Notes: The Cosmic Computer
LibriVox-Katalog (Fiction) mit vielen anderen interessanten Werken, deren Autoren schon länger als 70 Jahre verstorben sind.

Author: nille | Permalink | Categories: txt

January 19, 2007 3:33 AM

Golgo 13

Golgo 13
Screenshots

Ob Golgo 13: Top Secret Episode, 1988 für das NES erschienen, in näherer Zukunft in der Virtual Console vom Nintendo Wii auftauchen wird? Wer weiß..
Ich lasse mich lieber nicht auf Spekuationen zu dem Thema ein, schließlich handelt es sich dabei um ein echtes Killerspiel!

Es gibt einige Dinge, die Golgo 13 interessant machen - Das Gameplay und die Hintergrund-Geschichte gehören allerdings nicht dazu..
Das heißt allerdings noch lange nicht, daß das Spiel keinen Spaß macht. Ganz im Gegenteil, schließlich macht erst die langweilige CIA-vs-KGB-Killer-Virus-Wiederbeschaffungs-Story möglich, daß man als bad ass Profi-Killer Golgo 13, oder besser gesagt: Duke Togo, zusammen mit seinem aufgemotzten M16-Gewehr ins häßliche Ost-Berlin reisen darf.
Besonders die erdige Farbpalette des NES sorgt dafür, daß der gesamte verstaubte Charme der ehemaligen Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik eingefangen wird: Es ist einfach alles absolut potthäßlich! Die Stadt besteht aus dem Brandenburg Gate, Flughafen Tegel, rostroten Plattenbauten, kotzgrünen Plattenbauten, Plattenbauten als Hotel, so bekannten U-Bahn-Haltestellen wie Alexander Station, Stasi- und KGB-Leuten, Punks auf MotoCross-Motorrädern in türkis sowie dem Spree River, vermint, mit U-Booten, Haien, bewaffneten Tauchern, Riesenkraken und geheimen Unterwasser-Labor.

Golgo 13
Screenshots

Es gibt verschiedene Missions-Typen, die angenehm abwechslungsreich gestaltet sind (fast wie in Half-Life 2 ;): Auf der Straße begegnet man freundlichen wie feindlichen Agenten, die einem, je nach dem, Informationen oder blaue Bohnen zukommen lassen und zwischendurch gilt es, Motorrad-Punks auszuweichen, Gebäude zu betreten, mittels "Ziel-Schießen" unbeschadet aus einem Hinterhalt zu entkommen, Labyrinthe zu durchqueren sowie in der Luft und unter Wasser kurze Side-Scroll-Episoden zu absolvieren.

Im Grunde genommen besteht die Herausforderung des Spiels ausschließlich darin, möglichst schnell auf alles zu schießen, was sich bewegt. Genau das ist schließlich auch der Modus der Haupfigur Duke Togo.
Der asiatische Duke ist Testosteron in Reinform, er hat eine Figur wie ein Schrank, spricht kaum, verzieht keine Miene, drückt zuerst ab und stellt hinterher keine Fragen. Das Spiel ermutigt einen sogar zu diesem Verhalten, denn der Lebens-Balken sinkt kontinuierlich und nur ein toter Genger füllt Gesundheit und Munition wieder auf.
Es sei denn, man findet im Spiel ein Packung Zigaretten oder hat genügend Informationen zusammen getragen, um mit einer der weiblichen Agenten eine angedeutete Nacht im Hotel-Bett zu verbringen, was ebenfalls vitalisierend wirkt.

Golgo 13 ist ein einziges Klischee und läßt James Bond dagegen wie ein Schulmädchen wirken.. Man spielt das Spiel mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen, denkt sich, daß das Leben im Alter von 12, 13 Jahren ja doch garnicht so schlecht gewesen sein muß und fragt sich die ganze Zeit über, wie um alles in der Welt es durch Nintendos hauseigene Zensur gerutscht ist.
Nach etwa einer halben Stunde drängt sich bei mir dann aber auch der Wunsch ins Bewußtsein, mich mit etwas ernsthafteren und erwachseneren Dingen zu beschäftigen...

Wer tatsächlich Gefallen an der Geschichte des "Man with the custom M16" findet, kann sich natürlich auch noch die beiden Golgo 13-Animationsfilme ansehen oder die Manga-Serie lesen, auf der Spiel und Film beruhen.

Film - The Professional: Golgo 13

Das Thema "Auftragskiller" beleuchtet übrigens auf andere Weise auch das sehr schön animierte Comic The Killer von Matz & Jacamon, das man in 12 Folgen im SubmarineChannel (bekannt durch H.O.T.E.L.) ansehen kann sollte.

Author: nille | Permalink | Categories: games

January 16, 2007 4:15 PM

Oompa Loompa!

Tausend Dank!




der edelmütigen Spenderin, die dafür Sorge getragen hat, daß der Postmann heute morgen ausnahmsweise einmal nicht nur desaströse Nachrichten, sondern auch einen Brief mit äußerst deliziösem Inhalt in Form von Text und Schokolade in meinem Briefkastenschlitz versenkt hat.

You made my day!

Author: nille | Permalink | Categories: me, myself & i